Live-Systeme

Alle Anwendungen, auf die bei netzwerkbildung.net verwiesen wird, fußen auf einem Betriebssystem, das Ihnen (mindestens) drei große Unfreiheiten einträgt:

  • Sie können nicht "hinten dran" schauen.
  • Sie können das System nicht einfach so (und schon gar nicht legal) verändern.
  • Sie können es nicht lizenzkostenfrei weiter geben.

Und hier können Sie selbst aktiv werden, indem Sie auf der Systemebene beginnen.

Es gibt Betriebssysteme,

  • die quell offen sind,
  • Sie hineinschauen lassen (wenn Sie das denn mögen und über das nötige Wissen verfügen),
  • die Sie verändern dürfen und auch weiter geben können, wenn Sie möchten.

Solche Systeme nennt man unter anderem Livesysteme. Auf solchen "Livesystemen" ist auch das Betriebssystem als Grundlage eingeschlossen. Insofern können Sie von solchen Systemen auch den Rechner starten (Voraussetzung: er kann von CD/DVD oder auch USB starten). Dabei werden Daten auf einer bestehenden Installation solange nicht angefasst, solange Sie diesen Prozess nicht explizit anstoßen.


Das Allerschönste: Auf den Medien, die sich hinter den folgenden Links verbergen, sind eine Reihe von Anwendungen bereits dabei, die Sie in Ihrem "Bildungsalltag" unmittelbar verwenden und einsetzen können. Die quell offenen Anwendungen, auf die hier bei www.netzwerkbildung.net verwiesen wurde, sind in aller Regel ebenfalls enthalten. Fehlende Einzelprogramme können Sie auch bei einem Livesystem dazu installieren.

Lernstick
Aus der Beschreibung der Autoren:
"Wie funktioniert der Lernstick?

Einstecken
Sie stecken den Lernstick in den USB-Anschluss eines beliebigen Computers. Ob auf dem Computer ein Betriebssystem von Windows oder Mac oder gar keines installiert ist, spielt keine Rolle, denn der Lernstick nutzt sein eigenes, vorinstalliertes Betriebssystem.
Starten
Mit dem Start des Computers wird das Linux-Betriebssystem des Lernsticks aktiviert.
Personalisieren
Im Anschluss erscheint die grafische Desktop-Umgebung. Sie werden sich darin rasch zurechtfinden, denn sie funktioniert ganz ähnlich wie die Windows- oder Mac-Umgebung. Natürlich können Sie die Arbeitsumgebung Ihren eigenen Wünschen anpassen

. … und schon können Sie mit Ihrer Arbeit beginnen." Soweit das Zitat.
http://lernstick.educa.ch/de/lernstick

LinuxAdvanced
Auch Österreich hat mit dem USB-Stick "LinuxAdvanced" eine vergleichbare Lösung. Aus der Beschreibung:
"Die USB-Stick Variante enthält die gleichen Programme wie die DVD.
Sie können vorgefertigte und getestete USB-Sticks ab 15 EUR erwerben bzw. das DVD ISO-File runterladen und sich selbst einen funktionierenden LinuxAdvanced USB-Stick erzeugen.
Die USB-Stick Variante ist die bevorzugte Wahl im schulischen Einsatz und das Herzstück in der Entwicklung von LinuxAdvanced. Mit der USB-Stick Edition stehen den Schülerinnen und Schülern sowohl in der Schule als auch zu Hause rasch und einfach die selbe Lernumgebung zur Verfügung. Selbstverständlich kann mit der USB-Stick Edition auch eine Installation auf Festplatte erfolgen. Manche Vorzüge von LinuxAdvanced stehen aber nur in der LIVE-Version zur Verfügung." Soweit das Zitat.
http://www.linuxadvanced.at/la_usb.html

Seminarix
Eine quell offene Linuxversion stärker für den Ausbildungsbereich findet sich bei Seminarix - ein Teil der Freien Projekte auf dieser Internetpräsenz hier stammen aus dieser Quelle. Die Linuxbasis von Seminarix ist allerdings nicht mehr taufrisch,  Nach einer Installation auf Festplatte kann sie allerdings rasch aktualisiert werden.
http://www.seminarix.org

Fazit bei Live-Systemen

Bei allen drei Lösungen sollten Sie mehrere große Vorteile nicht aus den Augen verlieren:

  • Sie können allen am Bildungsprozeß Beteiligten hervorragende Instrumente legal zur Verfügung stellen (bzw. die Beteiligten verwirklichen das für sich selbst),
  • Sie haben mit einem Live-System eine definierte Arbeitsumgebung solange zur Verfügung, wie Sie von den Livemedien selbst arbeiten (haben also die Arbeitsvoraussetzungen definiert und müssen sich nicht mit Variante 1a oder 1 b oder 2c einer Anwendung befassen).
  • Niemand muss aus irgendwelchen Gründen außen vor bleiben - das ist die Voraussetzung und die Möglichkeit zu wirklicher Nachhaltigkeit in der medienkritischen Bildung.