Netzwerk medienkritische Bildung - Hintergrund

Die am Bildungsprozess Beteiligten sind vielfach mit den Möglichkeiten und Grenzen digitaler Medien überfordert und nicht geschult, Schülerinnen und Schüler auf einen Lernweg zu begleiten, der den entscheidenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht und erleichtert. Sie sind oftmals auch nicht gewohnt, über ihren Aufgabenbereich hinaus zu kooperieren.

Entsprechende Schulungen sind in der Ausbildung zur Lehrerin, zum Lehrer im wesentlichen nicht vorgesehen, es existiert auch keine inhaltlich ausgelegte Konzeption weder für die Ausbildung an der Universität noch  für die zweite Phase.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die sächliche Grundlage einer medienkritischen Ausbildung nicht gelegt werden kann, wenn ausschließlich Software verwendet wird, die den „Blick dahinter“ weder vorsieht noch zulässt.

Wenn drittens den Schülerinnen und Schülern auferlegt wird, auf ihre eigenen Kosten für den schulischen Prozess notwendige proprietäre Software selbst zu beschaffen, ist der (illegalen) Raubkopie Tor und Tür geöffnet.

Daraus ergibt sich, dass zur Vermeidung des Aufbaus sozialer Bildungsbarrieren nur ein konsequenter Einsatz freier, möglichst quell offener Software, die zudem lizenkostenfrei sein muss, hilfreich ist.

Dies gilt in gleichem Umfang für die im Kontext medienkritischer Schulung erstellten Produkte. Nur wenn sie ebenfalls lienzkostenfrei und ohne Einschränkung genutzt werden können, kann eine gewisse Nachhaltigkeit erzielt werden.

Und ein drittes: Gerne bieten Softwareschmieden Programme an, die den Abnehmer zwingen, aufgrund der hergestellten Datenformate nur wieder ein Programm dieser Schmiede zu verwenden. Für eine ernsthaft medienkritische Bildung ist das natürlich Unsinn: Auch die Formate müssen offen sein. Insofern: Vermeidung des Einsatzes von solcher Software, die in Abhängigkeit von genau dieser Software führt. Es gibt genug hervorragende Software, die ihre Daten in freien Formaten speichert.

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